Nachlese zum Vortrag: Christrosen – Blumen im Winter

In Kooperation der Landfrauen und dem OGV

Christrosen – lat. Helleborus – wer sie in ihrer Heimat besuchen will, muss ins Gebirge steigen. In Deutschland nach Berchtesgaden. Dort wird er sie auf den Höhen an Waldrändern und Lichtungen in ihrer urwüchsigen Schönheit finden. Das Geheimnisvolle an dieser Pflanze ist ihre seltene Fähigkeit, inmitten von Eis und Schnee zu blühen. Der Faszination der Blüten im Winter haben sich schon Mörike und Lessing poetisch gestellt, sogar musikalisch wird die Christrose umgarnt. Die Familie um Manfred Geywitz von der gleichnamigen Gärtnerei in Illingen hat sich die Christrose zur Lebensaufgabe gemacht. Vom Ursprung vor ca. 80 Jahren mit Gemüseanbau hat sich die Gärtnerei über Topf und Schnittblumen zur Christ- und Lenzrosengärtnerei gewandelt. Die Christrose war fast von Beginn an im Angebot der Gärtnerei, damit die Famiilie auch in der kargen Winterzeit etwas zu verkaufen hatte. Herr Geywitz selbst referierte mit Herzblut über die Vielfalt der Christrosen, die Gefahr durch Schädlinge und vor allem über das Risiko der ‚termingerchten ‚ Blüte, schließlich möchte jeder diese Pflanze zur Advent- Weihnachtszeit blühend kaufen. Umrahmt mit einer Bildershow war der Vortrag von Herrn Geywitz und Tochter Kora von einer fröhlichen Kurzweiligkeit, sodass die Zeit für die Besucher/Innen im fast überfüllten OGV-Vereinsheim wie im Flug verging. Auch das aus ihrem Garten mitgebrachte Exemplar einer Besucherin konnte Herr Geywitz als selten einstufen und hätte es selbst gerne mitgenommen. Und mitnehmen konnte man zum Schluss auch was: Ein selbst gebundenes Sträußle von geschnitteten Christrosen bzw. es standen auch Pflanzen in Töpfen zum Verkauf. Ein Vortrag seltener und doch wundervoller Art.

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